Im Amt bestätigt und neu gewählt

Erfolgreicher schwäbischer Bezirkselterntreff in Babenhausen

Einstimmig im Amt bestätigt wurde Hans-Joachim Franze als Bezirksvertreter. Unterstützt wird er zukünftig von Ernst Ulrich, dem Elternbeiratsvorsitzenden der Dominikus-Zimmermann-Realschule Günzburg. Auch er wurde einstimmig für zwei Jahre gewählt.

„Außendienstmitarbeiter“ des Kultusministeriums

So bezeichnete sich der Ministerialbeuaftragte Bernhard Buchhorn. Die Zusammenarbeit zwischen Schule und Eltern und deren Mitwirkung seien enorm wichtig und von großer Bedeutung, so Buchhorn. Angefangen von den Klassenelternsprechern über den Elternbeirat bios hin zum Schulforum, werden so die Anliegen der Eltern kanalisiert und vorgebracht. Gerade die Klassenelternsprecher nehmen als direkte Ansprechpartner in der Klasse und  „Nachwuchs“ für den Elternbeirat eine wichtige Rolle ein.

Digitalisierung nimmt Formen an

Die Digitalisierung steht und fällt mit der Aus- und Weiterbildung der Lehrkräfte. Drei von fünf Modulen, nämlich Ethik, Urheberrecht und Verwendung sind bereits online. Die Stundentafel wurde ebenfalls angepasst. Voraussetzung jedoch ist, dass genügend IT-Lehrer/innen zur Verfügung stehen und die technische Wartung nicht an ihnen hängenbleibt, sondern ausgelagert wird. Während die Kosten für die technische Ausstattung vom KM größtenteils übernommen wird, bleiben die Betriebs- und Wartungskosten am Sachaufwandsträger hängen.

Digitaler Unterricht macht Spaß

Zu diesem Schluss kamen die anwesenden Elternvertreter, denn sie durften an einer Stunde Probeunterricht teilnehmen. Zugrunde liegt die Lernplattform MEBIS. Auf ihr können Lehrer Aufgaben und Material bereitstellen und Schüler ihre Antworten hochladen. Jeder Schüler kann individuell seine Tests bearbeiten – großes Manko: Abschreiben vom Nachbarn ist nicht möglich. Via Bildschirm bekommt man eine Aufgabenstellung, wie z. B. das Bestimmen der Masse. Zunächst jedoch musste man eine Waage bauen. Im zweiten Versuch war die Sache dann schon kniffliger, denn es standen nur eine Federwaage zur Verfügung, Materialien aus dem ersten Versuch und eine Kugel Knetmasse, deren Gewicht bestimmt werden musste. In einer weiteren Versuchsreihe ging es darum herauszufinden, ob Wasser in einem Gefäß mit oder ohne Deckel schneller abkühlt und um das Thema „Dämmung“. Unterstützt von vier Schülern der Klasse 9 a und Studienrat Ludwig Endres meisterten die Elternvertreter auch diese Aufgabe und alle waren hinterher der gleichen Meinung: „Wenn unser Physikunterricht so gewesen wäre, tja dann… hätte er richtig Spaß gemacht!“ Fest steht jedoch, dass die Digitalisierung nicht zulasten der Eltern gehen dürfe. Es sei in den meisten Fällen nicht möglich, daheim den gleichen Standard zu haben, wie in der Schule, so Buchhorn. Ebenso sei seiner Meinung nach „on your own device“, also die Verwendung des eigenen Laptops oder Tablets pädagogisch wenig sinnvoll.

Einsatz des LEV-RS hat sich ausgezahlt

In einem kurzen Überblick nannte der Ministerialbeuaftragte erfreuliche Zahlen. Nicht zuletzt dem unermüdlichen Einsatz des LEV sei es zu verdanken, dass die Anzahl großer Klassen stufenweise abgebaut worden ist. 50 % der Klassen an Bayerischen Realschulen haben derzeit im Durchschnitt 25 oder weniger Schüler, ca. 10 % noch 31 und mehr. Vorangetrieben wurde auch die integrierte Lehrer-Reserve sowie die Anstellung von Schulsozialpädagogen und Jugendsozialarbeitern.