Landes-Elternverband Bayerischer Realschulen e.V.

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Matinée mit dem Film „Je suis Charlie“

Gedenken im Landtag: Zwei Jahre nach dem Attentat auf „Charlie Hebdo“.

Eigentlich war die Veranstaltung für den 31. Juli 2016 geplant. Doch nach dem Attentat im Olympia-Einkaufszentrum wurde der offizielle Gedenkakt im Landtag verlegt. So wurde die Filmvorführung von „Je suis Charlie“ am 07. Januar 2017 nachgeholt und, wie der Integrationsbeauftragte der Staatsregierung Martin Neumeyer treffend feststellte, konnte kaum ein besserer Termin gefunden werden als der Jahrestag des Anschlags auf das französische Satiremagazin Charlie Hebdo.

Martin Neumeyer, der zur Begrüßung die Freiheitshymne von Marius Müller-Westernhagen intonieren ließ, machte sich deren Text zu eigen: „Freiheit ist das einzige, was zählt“ – und subsumierte darunter ausdrücklich „Presse-, Meinungs- und Karikaturenfreiheit“, auch wenn sie einem im Einzelfall nicht schmecke.

Der Film „Je suis Charlie“ ist nichts für zarte Gemüter. Dennoch kamen auf Einladung des scheidenden Integrationsbeauftragten über 300 Zuschauer um am zweiten Jahrestag des Terroranschlags den französischen Dokumentarfilm mit deutschen Untertiteln im Landtag zu sehen und anschließend mit den beiden Regisseuren Daniel und Emmanuel Leconte sowie Vural Ünlü, dem Vorsitzenden der Türkischen Gemeinde in Bayern und dem Titanic-Redakteur, Torsten Gaitzsch, über Satire zu diskutieren. Als die Terroristen die Redaktion von Charlie Hebdo verließen, riefen sie: ‚Wir haben Charlie Hebdo getötet!’. Ein Redaktionsmitglied der französischen Satirezeitschrift, das den Anschlag vom 07. Januar 2015 überlebte, erklärt im Film warum der Rest der Redaktion, nach der Hinrichtung ihrer Kollegen durch islamistische Terroristen, als erstes eine neue Nummer herausbrachte: „Wir wollten das Gegenteil beweisen“.