Landes-Elternverband Bayerischer Realschulen e.V.

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Starke Schüler mit starkem Auftritt

"Starke" Mittelschule Gochsheim holt Landessieg 2017

Die Mittelschule Gochsheim aus dem Landkreis Schweinfurt ist Landessieger im bundesweiten Schulwettbewerb "Starke Schule". Zweiter und Dritter im Wettbewerb sind die Mittelschulen aus der Simmernstraße in München und der Weiberger Straße in Neumarkt in der Oberpfalz.

Zahlreiche Schüler, Lehrer und Schulleiter aus ganz Bayern versammelten sich am 08.02.17 in einem ganz anderen Klassenzimmer: im Senatssaal des Bayerischen Landtags. Sie alle sind zur Preisverleihung des Landesschulwettbewerbs „Starke Schule“ gekommen. Der Wettbewerb wird getragen von der gemeinnützigen Hertie-Stiftung, der Bundesagentur für Arbeit, der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände und der Deutschen Bank Stiftung. Alle zwei Jahre prämiert eine Jury aus Vertretern aus Bildung, Arbeitsmarkt, Wirtschaft und Wissenschaft die stärksten Schulen. Wobei stark in diesem Fall jene Schulen sind, die ihre Schüler bestmöglichst auf den Berufseinstieg  vorbereiten.

Das Programm "Starke Schule", Deutschlands beste Schulen, die zur Ausbildungsreife führen" verbindet einen bundesweiten Schulwettbewerb und ein länderübergreifendes Netzwerk mit umfangreichen Fortbildungsangeboten für Lehrkräfte. Bewerben konnten sich alle allgemeinbildenden Schulformen, die zur Ausbildungsreife führen. Aus den über 500 bayerischen Einsendungen hat die Jury mit Expertinnen und Experten aus Bildung, Ausbildungsmarkt, Wirtschaft und Wissenschaft auf Basis der schriftlichen Bewerbungen und nach über 60 Schulbesuchen die Landessieger ermittelt. Bei ihrer Entscheidung bewertete die Jury, wie Schulen und Lehrkräfte Grundlagen schaffen, Begabungen ausbauen, Übergänge meistern und Netzwerke nutzen. Dabei wurden die jeweiligen regionalen und soziokulturellen Rahmenbedingungen mit berücksichtigt. Besonders die Übernahme von Verantwortung von Schülerinnen und Schülern beeindruckte die Jury.

Bilder: Gemeinnützige Hertie-Stiftung/dominik buschardt fotografie

Neben den Geldpreisen profitieren die Schulen vor allem von der Aufnahme in das länderübergreifende Netzwerk. Vier Jahre lang erhalten Lehrkräfte und Schulleitungen hier Zugang zu zahlreichen akkreditierten Fortbildungen zur Unterrichts- und Organisationsentwicklung. Das Netzwerk hat sich zu einem Forum entwickelt, in dem sich sehr engagierte Lehrkräfte Deutschlands austauschen, weiter qualifizieren und zusammen an der Schule von morgen arbeiten.

Bildungsstaatssekretär Georg Eisenreich übergab im Maximilianeum die Preise. „Die prämierten Schulen fördern in besonderer Weise die Stärken ihrer Schülerinnen und Schüler. Sie sind Orte zum Lernen und Leben“, so Bildungsstaatssekretär Eisenreich. Landtagsvizepräsidentin Inge Aures ergänzte: „‚Starke Schülerinnen und Schüler braucht das Land!‘ Diese Devise beflügelt unsere Jugend, sich an starken Schulen für die Zukunft fit zu machen. Dicke Bücher und Neue Medien sind in! Smartphone und Internet sind das Handwerkszeug für unsere jungen Leute." Weitere Laudationen hielten: Claudia Lange (Deutsche Bank Stiftung), Ulrike Sommer (Bundesagentur für Arbeit, Regionaldirektion Bayern), Dr. Donate Kluxen-Pyta (Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände).

"Unser Anliegen ist es, gute Schulen zu stärken und dafür zu sorgen, dass sich ihre ausgezeichneten Konzepte weiter verbreiten. Die Preisträger nehmen eine Leuchtturm-Funktion in der deutschen Schullandschaft ein", so der Geschäftsführer der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung, John-Philip Hammersen.

Weitere platzierte Schulen in Bayern, die ebenfalls in das Netzwerk aufgenommen werden:

4. Platz: Jörg-Lederer-Mittelschule, Kaufbeuren
5. Platz: Mittelschule Pfeffenhausen, Pfeffenhausen
6. Platz: Heinrich-Braun-Mittelschule, Trostberg
7. Platz: Fichtelgebirgsrealschule, Marktredwitz
8. Platz: Mittelschule Scheßlitz, Scheßlitz
9. Platz: Friedrich-Wilhelm-Herschel-Mittelschule, Nürnberg

An Deutschlands größtem Schulwettbewerb haben sich bayernweit 514 Schulen beteiligt. Die Qualität der schulischen Arbeit und das Engagement der Schulen hat die Jury sehr beeindruckt.
                              
In allen 16 Bundesländern finden öffentlichkeitswirksame Preisverleihungen statt. Die jeweiligen Kultusminister überreichen die Auszeichnungen an die Sieger. Je nach Bundesland werden bis 10 Schulen für ihre Leistungen ausgezeichnet.

Die drei Erstplazierten jedes Bundeslandes erhalten folgende Preisgelder:

1. Platz: 5.000 €
2. Platz: 3.500 €
3. Platz: 2.000 €

Bei der Bundespreisverleihung aus dem Kreis der erstplazierten Landessieger werden zehn Schulen ausgewählt, deren Konzepte in besonderem Mauße aus der bundesweiten Schullandschaft herausragen. Die drei "Stärksten Schulen" Deutschlands erhalten im Rahmen einer Festveranstaltung in Berlin folgende Preisgelder:

1. Platz: 15.000 €
2. Platz: 10.500 €
3. Platz:  5.000 €   

Es gelten folgende Bewertungskriterien:
Beim Wettbewerb "Starke Schulen" stehen das Schulkonzept sowie die Angebote zur Berufsorientierung und die Förderung der Ausbildungsreife im Mittelpunkt.
Die Erfolge jeder Schule werden danach beurteilt, wie die jeweiligen Ressourceneingesetzt werden, die zur Verfügung stehen. Nicht einzelne Leistungen einzelner Schüler stehen im Mittelpunkt, sondern das Konzept, mit dem die Schule allen Schülerinnen und Schülern unterstützt und fördert. Es wird bewertet, wie Schulen und deren Lehrkräfte Grundlagen schaffen, Lehren und Lernen weiterentwickeln, Begabung ausbauen, Kompetenzen gezielt fördern, Übergänge meistern, Berufsorientierung frühzeitig beginnen, Netzwerke nutzen und mit außerschulischen Partnern kooperieren.