Bildungspolitik in Bayern auf dem Prüfstand - Aus Sicht der bayerischen Wirtschaft

Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. diskutierte auf einem Kongress mit Vertretern politischer Parteien über die Bildungspolitik in Bayern. Anlässlich der Veranstaltung betonte vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt: „Bildung ist der Schlüssel für individuellen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Wohlstand. In einer globalisierten Welt ist sie ein wesentlicher Wettbewerbsfaktor und zugleich die beste Sozialpolitik.“  Das bayerische Bildungssystem nimmt im bundesweiten Vergleich seit Jahren einen  Spitzenplatz ein. Dennoch sieht die der Verband Herausforderungen, die Anlass zum Handeln geben. Die digitalen Technologien müssen in allen Lehr- und Lernprozessen im gesamten Bildungsbereich verankert und noch stärker als heute zum selbstverständlichen Gegenstand der Aus- und Weiterbildung des pädagogischen Personals werden“, so Brossardt. Im Hinblick auf die Fachkräftesicherung fordert der Verband eine nachhaltige Berufs- und Studienorientierung.

 

 

v.l.n.r.: Moderator Hans Oberberger, Landtagsabgeordneter Joachim Hanisch (FW)                                                                                              v.l.n.r.: Peter Gschrey LEV-RS,                            Martin Hagen, FDP-Spitzenkandidat; Landtagsabgeordneter Thomas Kreuzer (CSU),                                                                                                 Thomas Kreuzer CSU-Fraktionschef
Landtagsabgeordnete Margit Wild SPD), Landtagsabgeordneter Jürgen Mistol (Grüne),
vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt

Bildnachweis: alle LEV-RS e.V.

Gerade im MINT-Bereich herrscht weiterhin Handlungsbedarf. Brossardt: „Wir können es uns nicht länger leisten, auch nur ein einziges Talent durch Ausbildungs- oder Studienabbruch zu verlieren. Um im globalen Wettbewerb bestehen zu können, brauchen unsere Unternehmen gut qualifizierten Nachwuchs, der seine Berufs- und Studienwahl bewusst und fundiert getroffen hat. . Trotzdem sorgt sich Bertram Brossardt von der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft. Die Unternehmen brauchen mehr Mitarbeiter mit technischem und digitalem Sachverstand. Der werde jedoch in den Schulen zu zögerlich gefördert. „Nur 41 Prozent der Lehrer verwenden Medien für interaktives Lernen“, zitiert Brossardt eine Studie seines Verbands.

Digitale Souveränität der Schüler müsse aber ein übergreifendes Bildungsziel sein. Er wünscht sich junge Leute, die kritisch mit dem Netz umgehen und grundlegende Informatik-Kenntnisse besitzen.

Brossardt fordert ein Personalentwicklungsprogramm für Lehrkräfte und Fachleute für Digitalisierung an den Schulen. Das bayerische Schul- und Hochschulsystem sei so „durchlässig“ geworden, dass bei vielen Absolventen das mathematische Wissen nicht ausreicht. „Da sehe ich extremen Optimierungs-bedarf. Die Abbrecherquoten sind zu hoch bei Ausbildung und Studium und werden von ihm anprangert.

Die Landtagsabgeordneten Margit Wild (SPD), Jürgen Mistol (Grüne), Thomas Kreuzer (CSU), Joachim Hanisch (FW) sowie Martin Hagen, FDP-Spitzenkandidat für die Landtagswahl, diskutieren mit. MdL Thomas Kreuzer, CSU-Fraktionschef im Landtag, wehrt sich:

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