Landes-Elternverband Bayerischer Realschulen e.V.

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Wir sind dabei:

Wissenswertes

Digitalisierte Bildung – Automatisierte Kinder?

Neue Medien in Bildungsprozessen

von Toni Lenhart - Fotos BLM

„Zwischen Handlungsdruck und der Suche nach dem richtigen Weg.“ So könnte man die 24. Fachtagung des Forums Medienpädagogik am 09.November 2018 in München in einem Satz zusammenfassen. Auf Einladung der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) diskutierten Schulpädagogen, Medienpädagogen, Psychologen und Medienwissenschaftler das kontroverse Thema Digitalisierung in der Bildung.

Die digitale Transformation im Bildungsbereich zu gestalten, ist eine Herausforderung, die Schule, Eltern und Jugendarbeit nur gemeinsam bewältigen können. Darüber waren sich die Experten einig. Der Handlungsdruck auf schulische und außerschulische Einrichtungen steigt, doch die öffentliche Diskussion über Digitalisierung und Bildung wird noch zu undifferenziert geführt, betonte Dr. Katrin Valentin vom Lehr­stuhl für Schulpädagogik an der Universität Erlangen-Nürnberg. Zunächst müsse geklärt werden, ob es um „Bildung in Bezug auf die Digitalisierung (Medienbildung)“ oder „Bildung mit Hilfe digitaler Medien (Mediendidaktik)“ gehe. Dabei stehe stets die Frage im Vordergrund, welche pädagogischen Ziele womit erreicht werden sollten.

Doch häufig fehlen bereits die Voraussetzungen für den Einsatz digitaler Medien. Das könnte sich ändern, so BLM-Präsident Siegfried Schneider in seinem Grußwort zum Auftakt der Tagung. Laut Koalitionsvertrag soll in Bayern die Einrichtung 50.000 „digitaler Klassenzimmer“ fortge­führt und eine „flächenwirksame“ Fortbildungsoffensive der Lehr­kräfte gestartet werden...

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Herbstfachtagung des Bundeselternrats 2018

Potsdam - Bei der Herbstfachtagung 2018 der Ausschüsse Hauptschule, Förderschule und Realschule des Bundeselternrats, wurde das Thema „Unterstützungssysteme für Schulen und multiprofessionelle Teams" beraten. Unser Vorstandsmitglied Peter Gschrey war bei den Beratungen dabei. Er ist Stv. Vorsitzender des Fachausschusses Realschule.

Das Ergebnis der Beratungen in den Fachausschüssen bildete eine gemeinsame Resolution mit dem Titel:

„Bildung gegen gesellschaftliche Spaltung - Unterstützungssysteme für unsere Schulen".

Sie verweist darauf, dass wichtige Voraussetzungen für Inklusion und Integration fehlen. Deshalb fordert der Bundeselternrat qualifiziertes unterstützendes Personal zur Bildung multiprofessioneller Teams in allen Schulformen in Deutschland.

Lesen Sie hier die Resolution von der Fachtagung 2018 des Bundeselternrats.

Eltern passt bloß auf!

von Toni Lenhart

Schulstrukturreformen: Erfahrungsberichte aus betroffenen Bundesländern.

Auf einer Festveranstaltung der Bundesinitiative 3xMEHR am 5. Oktober 2018 in München warnte die, zuvor in der Mitgliederversammlung wiedergewählte Vorsitzende der INITIATIVE DIFFERENZIERTES SCHULWESEN – 3xMEHR, Ingrid Ritt, vor der Abkehr vom differenzierten Schulsystem hin zum längeren gemeinsamen Lernen oder zu einer "Eine Schule für alle" - Philosophie. Durch eine Gemeinschaftsschule würde das bayerische Schulsystem massiv geschwächt. Dies zeigen die Erfahrungen aus anderen Bundesländern, die in Gastbeiträgen der jeweiligen Vorsitzenden von Lehrerverbänden aus Baden-Württemberg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen vorgetragen wurden. Aus dem Saarland liegt ein schriftlich Beitrag vor.

In ihnen spiegelt sich das verheerende Ergebnis von schulstrukturellen und sogenannten pädagogischen Reformen wider. In jedem dieser Fälle sind u.a. Mittelschule, Realschule und Förderschule in der Gemeinschaftsschule aufgegangen und je nach Fortschritt der Reformen, existiert die Realschule faktisch nicht mehr. In der zweiten Stufe sollen die Gymnasien ebenfalls in der "Schule für alle" integriert werden.

Wir stellen sie dem Statement der Handwerkskammer für München und Oberbayern gegenüber, die in der Podiumsdiskussion sagte: "Das mehrgliedrige Schulsystem in Bayern bereitet die jungen Menschen ideal auf das Berufsleben vor." Auch der LEV-RS unterstützt das mehrgliedrige Schulsystem und ist der Meinung, dass die Bildungspolitiker sich lieber auf die Herausforderungen der Zukunft, z.B. durch die Digitalisierung, konzentrieren sollten als auf dem Rücken unserer Kinder mit dem Schulsystem zu experimentieren.

Ingrid Ritt warnte: „Wer nur mehr dem Mainstream hinterherläuft und sein Handeln an Heilsbotschaften für die Schule ausrichtet ohne auf die Bildungsqualität zu achten, läuft Gefahr, das Bildungswesen nicht weiter zu entwickeln, sondern abzuwickeln. Das ist die traurige Erkenntnis von ideologiegeleiteten Bildungsreformen gegen das differenzierte Schulwesen. Gerade im Bildungswesen muss stets die Frage nach dem MEHRWERT für unsere Kinder und Jugendlichen gestellt werden.“

Wir haben für Sie die Gastbeiträge aus den Bundesländern und das Statement der Handwerkskammer zusammengefasst und stellen sie Ihnen hier zum Download bereit, damit Sie sich selbst ein Bild machen können. Mehr Informationen gibt es unter dem Logo von 3xMEHR, oben in der Zeile "Wir sind dabei:"

Pressebericht des LEV-RS zum differenzierten Schulsystem

von Andrea Nüßlein

Der Landeselternverband Bayerischer Realschulen (LEV-RS) bekennt sich klar zum differenzierten Schulsystem in Bayern. Dies wurde durch die Präsenz des gesamten Vorstands am letzten Freitag bei der Jahreshauptversammlung von 3xMEHR der Bundesinitiative Differenziertes Schulwesen und der anschießenden Festversammlung „Vielfalt schafft Bildung“ bewiesen.

„Wir sind der Meinung, dass unsere Schülerinnen und Schüler keine Unruhe durch Veränderungen in unserem Schulsystem brauchen. Vielmehr brauchen sie Ruhe und Beständigkeit, um sich auf die Abschlussprüfung der jeweiligen Schulart und auf die Herausforderungen der Zukunft, z.B. durch die Digitalisierung, optimal vorbereiten zu können“, so die Ansicht von Andrea Nüßlein, der Vorsitzenden des LEV-RS.

Daher unterstützt der LEV-RS die Aussage der Bundesvorsitzenden von 3xMEHR, Ingrid Ritt: „Keine Experimente auf dem Rücken unserer Kinder“! Leider ist die Durchlässigkeit unseres Schulsystems bis heute bei den Eltern nicht angekommen. Daher muss hierzu eine Verstärkte Aufklärung und Information bei den Eltern und in der Gesellschaft erfolgen. Schule und Elternhaus müssen eine Einheit sein und es ist keine Frage der Wertigkeit, auf welche Schulart das Kind geht.

Stattdessen gilt: Kein Abschluss ohne Anschluss!

Hier finden Sie die entsprechende Pressemitteilung der Bundesinitiative Differenziertes Schulwesen - 3xMEHR.

"Lesekompetenz und Lesebegeisterung - Schlüssel für die Zukunft"

von Andrea Nüßlein

Kultusminister Bernd Sibler stellt neue Leseförderungsinitiative #lesen.bayern vor


NÜRNBERG/MÜNCHEN. "In fremde Welten eintauchen, interessanten Charakteren begegnen, sich mit neuen Meinungen auseinandersetzen, spannende Erkenntnissegewinnen - das alles ist möglich, wenn wir lesen können", betonte Kultusminister Bernd Sibler in Nürnberg, wo er die neue Leseförderungsinitiative #lesen.bayern vorstellte und sich mit außerschulischen Partnern in einem Podiumsgespräch austauschte. Hierzu zählen bspw. Bibliotheken, Buchhandlungen, Stiftungen und Verbände. Das Programm ist schulart- und fächerübergreifend angelegt und unterstützt Schulen, die Lesekompetenz der Schülerinnen und Schüler aller Altersgruppen systematisch und fachspezifisch zu fördern. Der Minister erklärte: "Auch und gerade in unserer digitalen Welt, die den Zugang zu unzähligen Informationen ermöglicht, ist Lesekompetenz grundlegend und der Schlüssel zu einer erfolgreichen Zukunft!"

Andrea Nüßlein, Vorsitzende des Landeselternverbands Bayerischer Realschulen (LEV-RS), beantwortete die Frage, warum gerade Väter am wenigsten vorlesen. Ihrer Meinung nach mangle es schlicht und ergreifend an der notwendigen Zeit. Oft seien die Kinder bereits im Bett, wenn der Vater heim kommt. „Häufig arbeiten auch beide Elternteile, und so kommt das Vorlesen einfach zu kurz oder fällt ganz weg.“

Kern der Initiative ist ein Leitfaden zur Leseförderung in allen Fächern und an allen Schularten. Darüber hinaus bietet künftig das Online-Unterstützungsportal www.lesen.bayern.de hilfreiche Anregungen. Beide Angebote wurden vom Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung entwickelt. Illustrierende Aufgaben für alle Fachbereiche, Good-Practice-Beispiele und Anregungen zur Kooperation mit außerschulischen Partnern helfen den Lehrerinnen und Lehrern, das fächer- und schulartübergreifende Bildungs- und Erziehungsziel "Sprachliche Bildung" umzusetzen. Ziel ist, die entsprechenden Maßnahmen in bereits bestehende Strukturen bzw. Konzepte wie das Medien- und Methodencurriculum der Schulen zu integrieren.

Die Initiative baut u.a. auf der erfolgreichen Zusammenarbeit mit Eltern und außerschulischen Partnern auf: "Es ist unser gemeinsames Interesse, dass unsere Kinder Lesekompetenz erwerben und auch festigen. Je sicherer unsere jungen Menschen das Lesen beherrschen, umso größer sind die Begeisterung und das Interesse hierfür. Das zu fördern, ist eine ganz elementare Aufgabe unserer Schulen“, so der Kultusminister abschließend.

Weitere Informationen unter www.lesen.bayern.de.