Landes-Elternverband Bayerischer Realschulen e.V.

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"Wertvolle Impulse für die weitere Arbeit an der Gestaltung der gymnasialen Oberstufe"...

...gab es im Rahmen einer Dialogveranstaltung im Kultusministerium, nach Meinung von Kultusminister Prof. Michael Piazolo.

von Toni Lenhart - Foto: StMUK

Dort diskutierten am 07.02.2019 Vertreter der gymnasialen Schulfamilie, der Hochschulen, aus Arbeitswelt, Gesellschaft und Kirchen über die Allgemeine Hochschulreife und die Anforderungen an die Abiturientinnen und Abiturienten in der heutigen Zeit. Auch das Plenum, bestehend unter anderem aus Mitgliedern des Bildungsausschusses im Bayerischen Landtag und Mitgliedern des Landesschulbeirats sowie verschiedener Interessenvertretungen, steuerte zahlreiche engagierte Rückmeldungen bei.

Kultusminister Michael Piazolo betonte angesichts der Weiterentwicklung der Oberstufe im bayerischen Gymnasium: „Wir halten an der anerkannt hohen Qualität unseres bayerischen Abiturs fest. Auch künftig soll die breite, vertiefte Allgemeinbildung, die das Bildungsziel des Gymnasiums ausmacht, in Verbindung mit allgemeiner Studierfähigkeit und fundierter Wissenschaftspropädeutik, die Oberstufe prägen.“ Die Allgemeine Hochschulreife dient dabei gleichermaßen als Grundlage für ein Hochschulstudium wie für eine anspruchsvolle Berufsausbildung.

Staatsminister a.D. Prof. Julian Nida-Rümelin erklärte, „unsere Abiturientinnen und Abiturienten sind studierfähig. Die fachliche Vorkompetenz spielt so gut wie keine Rolle bei der Studierfähigkeit. “ Dagegen sei es nötig zu vertieften, dabei einander mehr zuzuhören und über das Gehörte nachzudenken. Das zeige die Durchschnitts-Abiturnote bei Abiturientinnen und Abiturienten mit einem IQ von mehr als 130, sie liege bei 2,2, weil vorwiegend Stoff abgefragt werde.

Dr. Christof Prechtl, Stv. Hauptgeschäftsführer des vbw bemängelte, dass Studien- und Berufsorientierung weggelassen wird. Das sei grundlegend falsch. Es müsse im Gegenteil mehr Berufsorientierung in der Oberstufe geben.

Die Arbeitsgruppe Oberstufe im Kultusministerium, der Vertreterinnen und Vertreter von Direktoren, Eltern, Lehrkräften, Schülerschaft und dem Institut für Schulqualität und Bildungsforschung (ISB) sowie Ministerialbeauftragte angehören, arbeitet an der strukturellen Weiterentwicklung der gymnasialen Oberstufe und soll den Input der Veranstaltung aufnehmen und in ihre Arbeit integrieren.