Landes-Elternverband Bayerischer Realschulen e.V.

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Ein Schulgesetz mit vielen Zwangsmaßnahmen

Der Schleswig-Holsteinische Elternverein e.V. ist Mitglied der von unserem Verband mitgegründeten  bundesweiten Initiative "3xMEHR Initiative Differenziertes Schulwesen", der sich bereits über 35 Interessenverbände angeschlossen haben.

Nachfolgende Pressemeldung macht wieder einmal deutlich, wie wichtig es ist, ein bundesweites "Sprachrohr" zu haben, damit Fehlentwicklungen der breiten Öffentlichkeit näher gebracht werden können.

 

Pressetext

Plön, Donnerstag, den 9.1.2014
 

Die Elterninitiative G9-jetzt! und der Schleswig-Holsteinische Elternverein e.V. (SHEV) zu den aktuellen Schulgesetzentwürfen SH, die heute im Bildungsausschuss Thema sind

Von wegen ein „Schulgesetz im Dialog“ – ein Schulgesetz mit vielen Zwangsmaßnahmen haben sich die Eltern, Lehrkräfte und SchülerInnen nie gewünscht!

In ihrer Pressemitteilung vom 8.1.2014 bezeichnen die bildungspolitischen Sprecherinnen und Sprecher von SPD, Bündnis 90/DIE GRÜNEN und SSW ihren aktuellen Schulgesetzentwurf als „Schulgesetz im Dialog“. Das klingt nun so, als seien Eltern, Lehrkräfte und Schüler und Schülerinnen in hohem Umfange an der Gestaltung des Schulgesetzes beteiligt worden. Die o.g. bildungspolitischen Sprecher und Sprecherinnen berufen sich dabei auf die von ihnen veranstalteten Bildungskonferenzen. Die Teilnehmerlisten der Bildungskonferenzen jedoch belegen, dass Eltern, Lehrkräfte, Schüler und Schülerinnen nur in geringer Anzahl vertreten waren – obwohl nun sie eigentlich diejenigen sind, die mit den Auswirkungen des neuen Schulgesetzes künftig klar kommen müssen.

Das neue Schulgesetz SH ist mit vielen Zwangsmaßnahmen verbunden: Zwang zum G8 für die Gymnasien, Zwang zum Gemeinsamen Lernen ohne Gruppenbildung (Differenzierung), Zwang zur Inklusion, obwohl dafür weder die materiellen, noch die personellen Rahmenbedingungen (laut GEW SH fehlen dafür mindestens 1000 Lehrkräfte) gegeben sind – um nur einige zu nennen.

„Wenn nun die bildungspolitischen Sprecher und Sprecherinnen behaupten, dieses Schulgesetz sei im „Dialog“ entstanden, fragt man sich: mit wem haben sie denn gesprochen? Denn es ist wohl kaum glaubwürdig, dass Eltern, Lehrkräfte, Schüler und Schülerinnen ein Schulgesetz wünschen, das die Lernbedingungen an den Schulen derart verschlechtert, die Wahlfreiheit derart einschränkt. Umfragen bestätigen, dass Eltern mehrheitlich G9 am Gymnasium haben wollen, ihr Kind bei Bedarf an Förderschulen anmelden wollen – doch beides wird nun mit dem neuen Schulgesetz vorläufig abgeschafft werden“, sagte Astrid Schulz-Evers, Vorsitzende des SHEV und Sprecherin der Elterninitiative G9-jetzt! heute in Plön.

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