Und immer wieder diese Hinhaltetaktik zu Raumluftreiniger

Und täglich grüßt das Murmeltier

Es ist eine bodenlose Frechheit, wie Kommunalpolitiker auf Zeit spielen und alles versuchen, um Ihre Verantwortung auf andere abzuschieben.

  1. Seit Monaten fordern diverse Verbände und Vereine aus Bereichen der Eltern, Lehrkräfte, Schulleitungen, Ärzte und der Wissenschaft, eine Lösung zu Fragen der Raumluftverbesserung zu finden und in die Schulen zu bringen.
  2. Es wurden, genau von diesen Vereinen und Verbänden, den Politikern mehrere Möglichkeiten zur Raumluftverbesserung aufgezeigt.
  3. Einige Schulen haben zwischenzeitlich schon selbst „Eigenbauten“ kreiert lassen, sowie Untersuchungen angestellt (teilweise mit Universitäten—hier und hier) und wurden dafür gerade von den Sachaufwandsträgern belächelt.
  4. Viele Raumlufthersteller entwicklen Ihre Geräte ständig weiter, um die Normen und Ansprüche einer Schulklasse gerecht zu werden.

Und jetzt wo selbst die Bayerische Staatsregierung dahinter gekommen ist, dass man einen Präsenzunterricht nur mit sauberer und weitestgehend virenfreier Luft garantieren kann, den Großteil der Investitionen übernimmt (100% bei Räumlichkeiten für unter 12 jährige Kinder + 100% aller Räumlichkeiten die nicht gelüftet werden können + 50% der restlichen Räumlichkeiten), da fällt den Sachaufwandsträgern ein, mal eine Studie in Auftrag zu geben und prüfen zu wollen, ob es ÜBERHAUPT eine Notwendigkeit dafür gibt.

Ihr solltet Euch schämen für diese Hinhaltetaktik.

Es ist immer wieder traurig zu hören, dass es in Sitzungen von Gemeinderäten und Stadtratssitzungen wirklich darüber diskutiert wird, ob Anschaffungen für die Schulen und Bildungseinrichtungen sein müssen.

Vor ein paar Jahren gab es mal die Erkenntnis, dass die Bildung das höchste Gut ist, was wir in dieser Welt haben und was wir unseren Nachkommen mitgeben können. Angesicht der aktuellen Lage, wo mehr und mehr Produktion in andere Länder verlagert wird, sollten wir gerade unseren Kindern die beste Schul- und Ausbildung mitgeben, um sich in der Welt zu bewähren und um innovative Ideen und deren Umsetzung an heimische Standorte zu holen.

Mittlerer Weile sinken wir in all den dazugehörigen Studien zusehends nach unten. Jede Schulfamilie versucht Ihr Bestes, um mit den vorhandenen Mitteln klarzukommen und Politiker streiten sich darüber, ob sie zuständig sind oder überhaupt handeln sollten.

Wir sollten dafür auf die Straße gehen, dass unsere Bildungseinrichtungen bis spätestens Ende des Jahres weitestgehend virenfrei sind ohne bei -10°C ständig die Fenster aufreißen zu müssen.

Die Schulfamilie in Bewegung – div.Schreiben an Politik und Öffentlichkeit

jetzt zu finden unter Presse

Informationen aus dem Landesschulbeirat

Hier eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Informationen:

Raumluftfilteranlagen:

Ministerpräsident Söder hat die Zielrichtung vorgegeben. Derzeit gibt es folgende Förderprogramme:

Vom Bund: Statische (festverbaute) Raumluftfilteranlagen für Klassenräume und Kindern unter 12 Jahren werden komplett finanziert.

Vom Freistaat Bayern: 100% Förderung für Räume die sich nicht lüften lassen NEU: 50 % Förderung für mobile Geräte in allen Räumen.

Der Bund hat ein Förderprogramm für fest verbaute Anlagen aufgesetzt, aber das dauert zu lange bis zur Umsetzung. Nur Schulen, die derzeit saniert werden, profitieren davon. Es wurden durch das erste Förderprogramm, das bis Ende April lief, 14.100 Räume ausgestattet.

Masken:

Aktuell gilt: Keine Maskenpflicht am Platz bei einem Inzidenzwert bis 50 in Grundschulen und bis 25 in den weiterführenden Schulen. Es werden weiterhin 2-3 x pro Woche Tests gemacht.

Gemeinsam.Brücken.bauen:

Lehrkräfte solle in den Sommerferien weitgehend entlastet werden, deshalb gibt es für die Lehrkräfte keine Verpflichtung den Unterricht zu übernehmen. Die Organisation der Sommerschule liegt bei den jeweiligen Schulleitungen Für SchülerInnen ist die Sommerschule freiwillig. Es werden Gespräche mit den SchüleInnen geführt , die die Förderung brauchen (z.B.: Schüler, die auf Probe vorrücken). Dieses bayerische Angebot gilt nur für staatliche Schulen. Im neuen Schuljahr finden weitere Förderangebote statt. Diese werden vom Bund gefördert und stehen auch den städtischen und privaten Schulen zur Verfügung. Jede Schule kann frei entscheiden wie das Angebote aussehen. Eine einzige Vorgabe gibt es in den prüfungsrelevanten Fächern (Kernfächer).

Lehrpläne:

Können eigenständig von den Schulen angepasst werden. Das ISB hat hier schon vorgearbeitet und Themen festgelegt, die nicht prüfungsrelevant sind.