Landeswettbewerb „JUNIOR Bayern“

Der Landeswettbewerb des Schülerfirmenprogramms JUNIOR fand am 29.4.2026, in den Räumlichkeiten der LfA Förderbank Bayern statt und brachte zahlreiche engagierte Schülerfirmen aus ganz Bayern zusammen. Ziel der Veranstaltung war es, jungen Unternehmerinnen und Unternehmern die Möglichkeit zu geben, ihre Geschäftsideen vor einer Fachjury zu präsentieren und dabei wertvolle praktische Erfahrungen im Bereich Wirtschaft und Unternehmertum zu sammeln. Die Veranstaltung zeigte eindrucksvoll, mit wie viel Kreativität, Motivation und Innovationsgeist junge Menschen ihre Ideen entwickeln und erfolgreich umsetzen können.

Zu Beginn der Veranstaltung begrüßten die Moderatorin, Frau Sophie Miller Projektleitung Junior Bayern vom Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft e.V., die teilnehmenden Teams sowie die Jury. Vorgestellt wurden Erika Hammel von der LfA Förderbank Bayern, Helena Blickenberger von der Bayerischen Sparkassenstiftung, Erhard Grabsch von der AXA Versicherung sowie Isabelle Maurer von der Deloitte GmbH. Die Jurymitglieder berichteten von ihren beruflichen Erfahrungen und erklärten, worauf sie bei der Bewertung der Schülerfirmen besonders achteten. Neben überzeugenden Geschäftsideen spielten vor allem Teamarbeit, durchdachte Konzepte, realistische Finanzplanung sowie eine souveräne und authentische Präsentation eine entscheidende Rolle. Besonders betont wurde außerdem, wie wichtig Eigeninitiative, Kreativität und Durchhaltevermögen im Unternehmertum seien.

Anschließend erhielten die Teilnehmenden einen Überblick über die Wettbewerbsstruktur und die zu gewinnenden Preise. Neben attraktiven Geldpreisen winkte den Siegerteams die Teilnahme am Bundeswettbewerb in Köln sowie die Möglichkeit, sich für den europäischen Wettbewerb zu qualifizieren. Darüber hinaus wurde auf weitere europäische Sonderpreise und Awards hingewiesen, für die sich die Teams zusätzlich bewerben konnten.

Im Mittelpunkt des Tages standen die Präsentationen der Schülerfirmen. Zahlreiche Teams stellten ihre innovativen Produkte und Geschäftsideen vor. Besonders häufig standen Nachhaltigkeit, Regionalität, Kreativität und soziale Verantwortung im Fokus der Projekte. Die Vielfalt der Ideen zeigte eindrucksvoll, wie engagiert und lösungsorientiert die Schülerinnen und Schüler arbeiteten.

  • Die Schülerfirma „Air2Bag“ von der Rudolf-Steiner-Schule Gröbenzell beschäftigte sich mit der Wiederverwertung ausgedienter Gleitschirme. Aus dem robusten und wasserabweisenden Material entstanden Taschen, Rucksäcke und Allzweckbeutel. Das Team präsentierte eindrucksvoll, wie aus vermeintlichem Abfall hochwertige und langlebige Produkte entstehen konnten. Besonders überzeugend war dabei die Kombination aus Nachhaltigkeit, modernem Design und handwerklicher Arbeit. Durch Social Media, einen eigenen Online-Shop sowie geplante Kooperationen wollte das Unternehmen seine Reichweite weiter ausbauen.
  • Das Team „Alice im Kernland“ von der Fachakademie für Ernährungs- und Versorgungsmanagement München stellte handgemachte Wärme- und Kirschkernkissen vor, die aus alten Stoffen gefertigt wurden. Die Produkte sollten nachhaltig, praktisch und gleichzeitig individuell sein. Besonders hervorgehoben wurden die kreative Vermarktung über Instagram sowie Verkaufsaktionen an der Schule. Das Team zeigte dabei, wie aus einfachen Materialien liebevoll gestaltete Produkte entstehen konnten, die im Alltag vielseitig einsetzbar sind.
  • Mit ihrer „Backbox“ präsentierte die Schülerfirma „BackBratzen“ vom Gymnasium München-Nord ein Konzept für nachhaltige Backmischungen. Die Boxen enthielten regional produzierte Zutaten in genau abgestimmten Mengen sowie einfache und verständliche Rezepte. Ziel war es, Menschen das Backen zu erleichtern und gleichzeitig Lebensmittelverschwendung zu vermeiden. Unterstützt wurde das Team von regionalen Partnern und einer Konditormeisterin. Besonders beeindruckte die Jury die professionelle Preiskalkulation sowie die klare Zielgruppenorientierung.
  • Die „Behaimer Ringwerke“ vom Martin-Behaim-Gymnasium Nürnberg entwickelten moderne Accessoires in Form von individuell gestaltbaren Ringen. Diese wurden teilweise mithilfe von 3D-Druck hergestellt und verfügten sogar über einen integrierten NFC-Chip. Die Firma legte großen Wert auf modernes Design, Nachhaltigkeit und die Verbindung von Technik und Alltag. Besonders innovativ war die Idee, digitale Funktionen mit modischen Accessoires zu verbinden.
  • Die Schülerfirma „Epoxia Dekor“ von der Staatlichen Fachoberschule Neusäß stellte dekorative Produkte aus Epoxidharz her. Dazu gehörten Lesezeichen, Untersetzer und Schlüsselanhänger. Besonders beeindruckend waren die detaillierte Produktionsweise sowie die klare Organisationsstruktur innerhalb des Teams. Das Unternehmen konnte bereits zahlreiche Aufträge verzeichnen und erwirtschaftete einen deutlichen Gewinn. Die Präsentation machte deutlich, wie professionell die Schülerinnen und Schüler bereits arbeiteten.
  • Mit „GRGelato“ vom Graf-Rasso-Gymnasium Fürstenfeldbruck präsentierte ein weiteres Team eine eigene Eissorte, die gemeinsam mit einer regionalen Eisdiele entwickelt wurde. Das Unternehmen verband kreative Geschmacksrichtungen mit nachhaltigen Verpackungen und regionaler Vermarktung. Die Schülerinnen und Schüler schilderten die Herausforderungen der Kühlkette und des Verkaufs, präsentierten jedoch gleichzeitig eine klare Zukunftsstrategie. Besonders positiv fiel die starke Zusammenarbeit mit regionalen Partnern auf.
  • Die Firma „Magnessories“ vom Staffelsee-Gymnasium Murnau entwickelte modulare und magnetische Desk-Organizer aus Holz. Die Produkte sollten für mehr Ordnung auf Schreibtischen sorgen und richteten sich insbesondere an Schülerinnen und Schüler, Studierende sowie Büroangestellte. Durch nachhaltige Materialien, modernes Design und flexible Erweiterbarkeit hob sich das Unternehmen deutlich von der Konkurrenz ab. Die Schülerfirma zeigte eindrucksvoll, wie sich Funktionalität und modernes Design sinnvoll verbinden lassen.
  • Das Team „MoveITG“ vom Ignaz-Taschner-Gymnasium Dachau entwickelte ein Bewegungskartenspiel für den Unterricht. Ziel war es, Konzentration und Aufmerksamkeit durch kurze Bewegungseinheiten zu fördern. In ihrer Präsentation bezog die Schülerfirma das Publikum aktiv ein und demonstrierte, wie einfach Bewegung in den Schulalltag integriert werden konnte. Die Idee überzeugte durch ihren praktischen Nutzen sowie ihren gesundheitsfördernden Ansatz. Besonders die lebendige und mitreißende Präsentation sorgte für Begeisterung im Publikum.
  • Die Schülerfirma „Register Royale“ vom Camerloher-Gymnasium Freising präsentierte ein nachhaltiges Ordnungssystem aus recyceltem Jeansstoff. Das multifunktionale Register verband Schreibutensilien und Unterlagen in einem kompakten System. Besonders hervorgehoben wurden die nachhaltige Herstellung, die handwerkliche Verarbeitung sowie die intensive Nutzung sozialer Medien zur Vermarktung. Das Team überzeugte durch ein klares Konzept und eine moderne Außendarstellung.
  • Ein weiteres Team stellte unter dem Namen „Reluma“ vom Ignaz-Taschner-Gymnasium Dachau recycelte Kerzen aus Wachsresten her. Die Schülerinnen und Schüler machten auf die große Menge weggeworfener Kerzen aufmerksam und entwickelten daraus kreative und nachhaltige Produkte. Die Firma kombinierte Umweltschutz mit emotionalen und dekorativen Aspekten und präsentierte bereits verschiedene Kollektionen. Besonders beeindruckte die kreative Idee, alten Materialien neues Leben zu schenken.

Nach der Präsentationsphase wurde eine kurze Pause eingelegt, bevor die nächste Wettbewerbsrunde begann. Anschließend folgten die Juryinterviews, bei denen die Teams ihre Geschäftsideen noch detaillierter vorstellen und Fragen der Jury beantworten konnten. Dabei wurde deutlich, wie intensiv sich die Schülerinnen und Schüler mit ihren Unternehmen auseinandergesetzt hatten.

In der Zwischenzeit stellte ein Vertreter des JUNIOR-Alumni-Vereins die Möglichkeiten vor, die sich den Teilnehmenden nach dem Wettbewerb boten. Der Verein, der aus ehemaligen Teilnehmerinnen und Teilnehmern besteht, fördert den Austausch, organisiert Veranstaltungen und unterstützt junge Menschen bei der Weiterentwicklung ihrer unternehmerischen Ideen. Die Teilnehmenden wurden eingeladen, Teil dieses Netzwerks zu werden und von den vielfältigen Angeboten und Erfahrungen ehemaliger JUNIOR-Mitglieder zu profitieren.

In einer anschließenden Talkrunde diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft und Bildung gemeinsam mit den Moderatoren über Unternehmergeist, Teamarbeit und die Bedeutung wirtschaftlicher Bildung. Besonders hervorgehoben wurden Fähigkeiten wie Verantwortung, Disziplin, Kommunikation, Kreativität und Durchhaltevermögen. Die Gesprächsrunde machte deutlich, wie wichtig solche Projekte für die persönliche und berufliche Entwicklung junger Menschen sind.

Im weiteren Verlauf richteten Vertreter des Bayerischen Wirtschaftsministeriums ihre Grußworte per Videobotschaft an die Teilnehmenden. Dabei wurde betont, wie wichtig wirtschaftliches Denken, Eigeninitiative und unternehmerisches Handeln für die Zukunft Bayerns seien. Ein besonderer Dank galt den Lehrkräften, Förderern und Organisatoren, die das Projekt mit großem Engagement ermöglichten und die Schülerinnen und Schüler während des gesamten Wettbewerbs begleiteten.

Den Abschluss der Veranstaltung krönte schließlich die Siegerehrung. Die Jury hob hervor, dass die Entscheidung aufgrund der hohen Qualität der präsentierten Projekte besonders schwergefallen sei, und betonte die große Kreativität sowie das Engagement aller Schülerinnen und Schüler.

Den dritten Platz belegte die Schülerfirma „Reluma“, die mit ihren nachhaltigen Kerzen aus recyceltem Wachs überzeugte. Besonders hervorgehoben wurden die kreative Umsetzung, das fertige Produkt sowie die beeindruckende Leistung des Teams, das erst kurzfristig am Wettbewerb teilnehmen konnte.

 

 

Der zweite Platz ging an die „BackBratzen“. Die Jury würdigte insbesondere die nachhaltige Idee, die regionale Ausrichtung sowie die professionelle Preiskalkulation und Vermarktung der Backboxen.

 

 

 

Mit dem ersten Preis ausgezeichnet wurde die Schülerfirma „MoveITG“. Das Team überzeugte die Jury mit seinem innovativen Bewegungskartenspiel, das Konzentration und Gesundheit im Schulalltag fördern sollte. Besonders positiv hervorgehoben wurden die Begeisterung des Teams sowie die aktive Einbindung des Publikums während der Präsentation.

 

Ein weiterer erster Preis ging an die Schülerfirma „Air2Bag“, die aus alten Gleitschirmen nachhaltige Taschen und Rucksäcke herstellte. Die Jury zeigte sich beeindruckt von der Vielfalt der Produkte, der nachhaltigen Umsetzung und dem handwerklichen Können des Teams.

 

 

Der Landeswettbewerb zeigte eindrucksvoll, wie kreativ, engagiert und innovativ junge Menschen wirtschaftliche Ideen entwickeln und erfolgreich umsetzen können. Die Veranstaltung bot den Schülerinnen und Schülern wertvolle Erfahrungen im Bereich Unternehmertum und stärkte gleichzeitig wichtige Kompetenzen wie Teamarbeit, Selbstständigkeit, Verantwortungsbewusstsein und Durchhaltevermögen.

Der Landeselternverband gratuliert allen teilnehmenden Teams herzlich zu ihren großartigen Leistungen und wünscht den Siegerteams viel Erfolg für die kommenden Wettbewerbe.