Musikfest 2026 der Realschulen im Bezirk Oberbayern-Ost

Musikfest der Realschulen Oberbayern-Ost begeistert mit Vielfalt und musikalischer Qualität

Am 7. Mai 2026 lud die Staatliche Realschule Freising II „Gute Änger“ nach langer coronabedingter Pause erstmals wieder zum Musikfest der Realschulen im Bezirk Oberbayern-Ost ein. Zahlreiche musisch und instrumental ausgerichtete Realschulen nahmen teils weite Anreisen auf sich, um Teil dieses besonderen musikalischen Ereignisses zu sein.

Früher fand das Musikfest regelmäßig im Vierjahresrhythmus statt. Entsprechend groß war die Freude, diese traditionsreiche Veranstaltung nun wieder aufleben zu lassen.

Die Aula der Schule war bis auf den letzten Platz gefüllt. Neben zahlreichen Gästen und Unterstützern der teilnehmenden Schulen waren mehrere Hundert Schülerinnen und Schüler als Musikerinnen und Musiker sowie zahlreiche Lehrkräfte anwesend.

Kurz nach 18 Uhr eröffnete die Big Band der Realschule Freising I den Abend mit dem bekannten Titel „Don’t Stop Believin’“. Im Anschluss begrüßte Schulleiterin Andrea Weigl die Gäste. Zu den Ehrengästen zählten unter anderem Ministerialdirigentin Dr. Christiane Modesto vom Bayerischen Kultusministerium sowie der Ministerialbeauftragte für die Realschulen in Oberbayern-Ost, Karsten Kundt. Darüber hinaus hieß sie Eltern, Schülerinnen und Schüler sowie alle Musikbegeisterten herzlich willkommen.

Das musikalische Programm erwies sich als beeindruckend vielseitig. Es reichte von Eigenkompositionen über Hip-Hop und Filmmusik bis hin zu aktuellen Pop-Hits. Auch Klassiker der Beatles sowie traditionelle bayerische und böhmische Blasmusik fanden ihren Platz im abwechslungsreichen Repertoire.

Ob Blasorchester, Saxophonensemble, Schulband, Chorklasse, Bläserklasse oder Stubenmusik – sämtliche Ensembles überzeugten mit hoher musikalischer Qualität und großer Spielfreude. Immer wieder wurde mitgesungen, mitgeklatscht und begeistert applaudiert. Obwohl die Veranstaltung als Musikfest angekündigt war, erinnerte sie in ihrer Professionalität vielfach an ein Konzert auf hohem Niveau.

Bei vielen jungen Musikerinnen und Musikern ließ sich bereits erahnen, welches Potenzial in ihnen steckt. So wirkte mancher Auftritt wie der Beginn einer vielversprechenden musikalischen Laufbahn.

Besondere Aufmerksamkeit erhielt die Schulband der Realschule Tegernseer Tal, die den Beatles-Klassiker „Let It Be“ in traditioneller Tracht präsentierte und damit moderne Musik mit regionalem Brauchtum verband.

Auch die Größe der Ensembles variierte erheblich. Während die Realschule Bad Tölz mit einer achtköpfigen Gruppe ein Stück von Sunrise Avenue darbot, beeindruckte das Blasorchester der Realschule Haag mit rund 50 Musikerinnen und Musikern. Einen der Höhepunkte des Abends setzte das Blasorchester der St.-Ursula-Realschule Lenggries, das mit nahezu 200 Schülerinnen und Schülern in Tracht die „Böhmische Liebe“ aufführte.

Für einen weiteren besonderen Moment sorgte die Chorklasse der Realschule Traunreut mit dem Lied „Vois sur ton chemin“ von Bruno Coulais. Obwohl die Schülerinnen und Schüler zuvor kaum Französisch gesprochen hatten, meisterten sie das anspruchsvolle Stück mit Bravour. Die Darbietung verband die traditionelle Fassung des Liedes mit modernen Techno-Elementen und wurde durch eine synchronisierte Choreografie eindrucksvoll ergänzt.

In der Pause nutzten die Gäste die Gelegenheit, sich bei einem kleinen Imbiss zu stärken und die bisherigen Eindrücke auszutauschen.

Anschließend setzte sich das abwechslungsreiche Programm ebenso schwungvoll fort. Der mehrstimmige Chor der Karl-Meichelbeck-Realschule Freising überzeugte mit harmonischem Klang und großer Ausdruckskraft. Danach richtete Ministerialbeauftragter Karsten Kundt einige Grußworte an die Anwesenden.

Dabei betonte er, selbst zwar kein Instrument erlernt zu haben, Musik jedoch sehr zu schätzen. Besonders freue er sich darüber, dass nach der langen Unterbrechung wieder ein Musikfest stattfinden könne.

Die Bandklassen der Realschule Freising II präsentierten Stücke der fünften und sechsten Jahrgangsstufen. Besonders bemerkenswert war dabei, dass die Schülerinnen und Schüler der fünften Klassen ihr Instrument erst seit Beginn des Schuljahres erlernen.

Es folgten weitere Eigenkompositionen der Schulbands aus Taufkirchen/Vils und Ebersberg, die mit ihrer Begeisterung das Publikum ansteckten und zum rhythmischen Mitklatschen animierten.

Auch die Stubenmusik der Realschule Lenggries begeisterte mit einer traditionellen Polka. Das mehrfach bei Bläserwettbewerben ausgezeichnete Blasorchester der Schule setzte weitere musikalische Glanzpunkte.

Wie jeder gelungene Abend ging schließlich auch dieses Musikfest zu Ende. Karsten Kundt verabschiedete die Musikerinnen und Musiker, das Organisationsteam sowie die Gäste und dankte allen Beteiligten für ihr großes Engagement.

Als Anerkennung erhielt jede teilnehmende Gruppe einen Pokal. Darüber hinaus wurden alle Mitwirkenden mit einer Teilnehmerurkunde ausgezeichnet. Ein besonderer Dank galt dem Organisationsteam der gastgebenden Schule, bestehend aus Technikteam, SMV, Tutorinnen und Tutoren sowie den Lehrkräften.

Den feierlichen Schlusspunkt setzte das Blasorchester der Realschule Lenggries mit einem Stück aus dem Film „Die Eiskönigin“.

Musik verbindet Menschen unabhängig von Alter, Herkunft oder Sprache. So endete das Musikfest 2026 kurz nach 21 Uhr mit vielen begeisterten Gesichtern und dem Eindruck eines rundum gelungenen, musikalisch eindrucksvollen Abends.

-Monika Poschinger-