39. Theatertage der bayerischen Realschulen in Eichstätt

Die 39. Bayerischen Schultheatertage der Realschulen fanden vom 11. bis 13. Mai 2026 im historischen Altes Stadttheater Eichstätt statt. Hier versammelte sich erneut die „Creme de la Creme“ der Realschultheaterwelt. Zu Beginn der Veranstaltung wurden die Grüße der Staatsministerin Frau Anna Stolz überbracht von Herrn Konrad Huber MR.

Schon beim Betreten des Saales war die große Spannung und Vorfreude spürbar. Besonders hervorgehoben wurde, dass Schule weit mehr sei als nur Unterricht in einzelnen Fächern. Kreativität, musische Bildung, Persönlichkeitsentwicklung, Werteerziehung und Herzensbildung spielten an den Realschulen eine bedeutende Rolle. Unter dem Motto „Mach (k)Dein Theater“ kamen Theatergruppen aus ganz Bayern zusammen, um ihre Inszenierungen auf die Bühne zu bringen und gemeinsam drei intensive Tage voller Kreativität, Austausch und Theatererlebnisse zu verbringen. Veranstaltet wurden die Theatertage von der Fördergemeinschaft für das Schultheater an den Realschulen in Bayern e.V.. (eichstaett.de)

Bereits die feierliche Eröffnungsveranstaltung zeigte die besondere Bedeutung des Schultheaters für die Realschulen in Bayern. In den Grußworten wurde betont, dass Schule weit mehr sei als die Vermittlung von Fachwissen. Kreativität, musische Bildung, Persönlichkeitsentwicklung und Werteerziehung seien wichtige Bestandteile der schulischen Arbeit. Gerade das Theater ermögliche jungen Menschen, Verantwortung zu übernehmen, gemeinsam zu arbeiten, Selbstvertrauen zu entwickeln und ihre eigenen Talente zu entdecken.

Besonders hervorgehoben wurde dabei der große Einsatz der Lehrkräfte. Ihnen wurde ausdrücklich gedankt, da die Arbeit mit Theatergruppen viel Zeit, Geduld und Engagement erfordere und meist zusätzlich zum regulären Unterricht stattfinde. Ohne diesen Einsatz gäbe es weder die zahlreichen Theatergruppen an den Realschulen noch die Schultheatertage selbst. Ebenso wurde der Fördergemeinschaft gedankt, die neben den Aufführungen auch ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Workshops, Gesprächsrunden und Arbeitsgruppen organisierte. Ziel dieser Angebote war es, neue Methoden kennenzulernen, Erfahrungen auszutauschen und voneinander zu lernen. (fsr-bayern.de)

Ein besonderer Gast der Veranstaltung war die bekannte bayerische Kabarettistin Eva Karl Faltermeier, die in diesem Jahr die Schirmherrschaft übernommen hatte. In ihrer Rede sprach sie mit viel Humor und Offenheit über die Bedeutung des Theaters für junge Menschen. Sie lobte den Mut der Schülerinnen und Schüler, auf die Bühne zu gehen, Rollen auszuprobieren und gemeinsam kreative Projekte zu entwickeln. Besonders eindrucksvoll schilderte sie, wie wichtig es sei, Räume zu schaffen, in denen junge Menschen ihre Fantasie ausleben und sich frei entfalten könnten.

Auch die Vertreter der Stadt Eichstätt begrüßten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer herzlich. Dabei wurde deutlich gemacht, wie stolz die Stadt darauf sei, Gastgeberin dieses Festivals zu sein. Das Altes Stadttheater Eichstätt bot dafür einen besonderen Rahmen. Das traditionsreiche Gebäude liegt direkt am Residenzplatz in der Altstadt und gehört zu den wichtigsten Kulturstätten Eichstätts. Der große Festsaal mit mehreren hundert Sitzplätzen ermöglichte den jungen Schauspielerinnen und Schauspielern professionelle Aufführungsbedingungen und verlieh den Theaterstücken eine besondere Atmosphäre.

Während der drei Festivaltage präsentierten verschiedene Realschulen ihre Theaterproduktionen. Den Auftakt machte die Staatliche Realschule Riedenburg mit dem Stück „Wenn in der Nacht die Räuber:innen wacht“.

Außerdem standen Produktionen wie „Der traurigste Witz“ der Realschule Fürth, „William von Wittchenschnee“ der Realschule Peißenberg, „Need a Hero“ der Realschule Schillingsfürst, „Justice!?“ der Realschule Nürnberg III und „Warum sollte jemand ein Nashorn werden wollen?“ der Realschule Zusmarshausen auf dem Programm. Die Aufführungen zeigten die große Vielfalt des Schultheaters.

Neben den Theateraufführungen standen vor allem der Austausch und das gemeinsame Lernen im Mittelpunkt. Die Schülerinnen und Schüler nahmen in den 3 Tagen an Workshops teil, diskutierten über die gesehenen Produktionen und erhielten neue Impulse für ihre eigene Theaterarbeit.

In mehreren Redebeiträgen wurden die Jugendlichen zusätzlich ermutigt, an ihre Fähigkeiten zu glauben und ihre Talente weiterzuentwickeln. Ihnen wurde vermittelt, dass jeder Mensch einzigartig sei und mit Einsatz und Begeisterung viel erreichen könne. Gerade das Theater helfe dabei, Ängste zu überwinden, Selbstvertrauen aufzubauen und gemeinsam etwas Besonderes zu schaffen.

Die Eröffnungsfeier endete schließlich mit großem Applaus und gespannter Vorfreude auf die kommenden Aufführungen und Workshops. Die 39. Schultheatertage in Eichstätt wurden damit zu einem eindrucksvollen Zeichen dafür, welchen hohen Stellenwert Kreativität, Gemeinschaft und kulturelle Bildung an den bayerischen Realschulen besitzen.